Was tun bei einer Panikattacke?

Kurze Antwort

Bleiben Sie bei einer Panikattacke, wo Sie sind, wenn das möglich ist, und atmen Sie langsam und tief. Der NHS, der britische Gesundheitsdienst, nennt fünf Schritte: Bleiben Sie, wo Sie sind. Atmen Sie langsam und tief. Sagen Sie sich, dass die Attacke vorbeigeht. Denken Sie an positive, friedliche und entspannende Bilder. Und denken Sie daran, dass sie nicht lebensbedrohlich ist (NHS).

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Prüfen Sie zuerst, ob es wirklich eine Panikattacke ist. Gesundheitsinformation.de sagt, dass eine Panikattacke oft mit einem Herzinfarkt verwechselt wird (Gesundheitsinformation.de). Gesund.bund.de sagt: Wählen Sie bei Schmerzen im Brustbereich immer den Notruf 112 und fordern Sie einen Rettungswagen mit Notarzt an (gesund.bund.de). Rufen Sie auch an, wenn Sie unsicher sind.

Was tun bei einer Panikattacke? Die kurze Antwort

Schritt Was Sie tun Quelle
1 Achten Sie auf Zeichen eines Herzinfarkts. Wählen Sie bei Brustschmerzen oder im Zweifel 112. gesund.bund.de, NHS
2 Bleiben Sie, wo Sie sind, wenn möglich. NHS
3 Atmen Sie langsam und tief. Zählen Sie beim Einatmen von 1 bis 5 und beim Ausatmen von 1 bis 5. NHS
4 Sagen Sie sich, dass die Attacke vorbeigeht und nicht lebensbedrohlich ist. NHS
5 Konzentrieren Sie sich auf ein ruhiges Bild oder auf Ihre Umgebung. NHS, Cleveland Clinic
6 Gehen Sie zur Ärztin oder zum Arzt, wenn die Attacken wiederkommen. NHS

Timer für kohärentes Atmen

5 – 5

Bereit

Atmen Sie in einem Tempo, das sich angenehm anfühlt. Hören Sie auf, wenn Ihnen schwindelig wird oder Sie außer Atem kommen.

Im Zweifel zuerst den Notruf 112 wählen

Eine Panikattacke kann sich wie ein Herzinfarkt anfühlen. Gesundheitsinformation.de nennt als Beschwerden Luftnot, Schwindel, Brustenge, Herzrasen und Schweißausbrüche. Das NIMH, das US-Institut für psychische Gesundheit, sagt, dass Panikattacken oft körperliche Beschwerden wie bei einem Herzinfarkt verursachen, zum Beispiel Zittern, Kribbeln oder schnellen Herzschlag (NIMH). Sie können beides allein nicht immer unterscheiden.

Der NHS nennt diese Notfallzeichen (NHS):

  • Der Brustschmerz fühlt sich eng an. Er kann sich wie ein Druck oder Quetschen auf der Brust anfühlen.
  • Der Brustschmerz strahlt aus. Er zieht in die Arme, den Hals oder den Kiefer.
  • Sie haben starke Atemnot. Sie schnappen nach Luft, würgen oder können nicht sprechen.
  • Lippen oder Haut sind blass, bläulich oder grau.
  • Eine Person ist bewusstlos. Sie reagiert nicht normal.

Gesund.bund.de sagt, dass Sie den Notruf 112 wählen sollen, nicht den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Bei Beschwerden in der Nacht sollen Sie nicht bis zum Morgen warten. MedlinePlus sagt, dass Sie den Notruf auch dann wählen sollen, wenn Sie nicht sicher sind, dass es ein Herzinfarkt ist (MedlinePlus).

Warten Sie nicht ab. Ein Anruf ist die sichere Wahl, wenn Sie es nicht wissen.

So atmen Sie bei einer Panikattacke

Atmen Sie langsamer. Die Cleveland Clinic sagt, dass Hyperventilation ein Zeichen von Panikattacken ist und die Angst verstärken kann. Tiefes Atmen kann die Beschwerden während einer Attacke verringern (Cleveland Clinic).

Der NHS gibt diese beruhigende Atemübung bei Stress, Angst und Panik (NHS):

  1. Machen Sie es sich bequem. Stehen Sie, sitzen Sie auf einem Stuhl mit Rückenlehne oder legen Sie sich hin. Stellen Sie die Füße etwa hüftbreit flach auf den Boden.
  2. Atmen Sie in den Bauch. Lassen Sie den Atem so tief in den Bauch fließen, wie es angenehm ist. Zwingen Sie nichts.
  3. Atmen Sie durch die Nase ein. Atmen Sie sanft und gleichmäßig ein. Zählen Sie von 1 bis 5, wenn es hilft.
  4. Atmen Sie durch den Mund aus. Lassen Sie den Atem sanft ausströmen. Zählen Sie wieder von 1 bis 5.
  5. Machen Sie mindestens 5 Minuten weiter.

Der NHS sagt, dass Sie am Anfang vielleicht nicht bis 5 kommen. Das ist in Ordnung. Zählen Sie so weit, wie Sie können, und atmen Sie sanft. Nutzen Sie den Timer auf dieser Seite, um den Rhythmus 5 ein, 5 aus zu üben. Dieser Rhythmus entspricht auch dem kohärenten Atmen.

Die Cleveland Clinic rät auch, die Augen zu schließen und sich auf den Atem zu konzentrieren. Wenn tiefe Atemzüge schwerfallen, lesen Sie an einem ruhigen Tag, wie Bauchatmung funktioniert.

Was Sie sonst tun können, bis es vorbei ist

Eine Panikattacke geht vorbei. Der NHS sagt, dass die meisten Panikattacken 5 bis 20 Minuten dauern und manche bis zu einer Stunde (NHS). Die Cleveland Clinic sagt, dass die Beschwerden meist innerhalb von 10 Minuten am stärksten sind.

Die Cleveland Clinic nennt diese Schritte, bis die Attacke endet:

  • Benennen Sie die Attacke. Sagen Sie sich, dass Sie eine Panikattacke haben. Erinnern Sie sich, dass sie vorübergeht.
  • Entspannen Sie Ihre Muskeln. Lockern Sie eine Muskelgruppe nach der anderen.
  • Bleiben Sie im Jetzt. Eine Panikattacke kann das Gefühl geben, nicht mehr ganz bei sich zu sein. Achten Sie auf das, was Sie jetzt umgibt.

Wenn Sie einer anderen Person helfen, rät die Cleveland Clinic: Bleiben Sie bei ihr und bleiben Sie ruhig. Fragen Sie, was sie braucht. Sprechen Sie in kurzen, einfachen Sätzen. Helfen Sie ihr, langsam zu atmen, und zählen Sie bei jedem Ein- und Ausatmen bis fünf. Sagen Sie ihr ruhig, dass sie sicher ist und die Attacke vorbeigeht.

Panikattacke oder Panikstörung

Eine einzelne Panikattacke ist keine Diagnose. Gesundheitsinformation.de beschreibt die Panikstörung als eine Form der Angststörung, die sich durch Attacken panischer Angst äußert. Der NHS sagt, dass eine Ärztin oder ein Arzt sie feststellen kann, wenn regelmäßig unerwartete Attacken auftreten und danach mindestens einen Monat lang die Sorge vor weiteren Attacken besteht (NHS).

Eine Panikstörung ist behandelbar. Der NHS nennt Gesprächstherapien wie die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) und Medikamente als wichtigste Behandlungen. Gehen Sie zur Ärztin oder zum Arzt, wenn Sie Zeichen einer Panikstörung haben. Die Cleveland Clinic rät dazu auch, wenn die Beschwerden länger als 15 Minuten dauern oder die Angst den Alltag stört.

Der NHS nennt auch Wege, einer neuen Attacke vorzubeugen:

  • Lernen Sie Atemübungen. Der NHS sagt, dass sie die Beschwerden lindern können.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Das kann Stress und Anspannung senken.
  • Meiden Sie Auslöser. Zuckerhaltige Speisen und Getränke, Koffein, Alkohol und Rauchen können Attacken verschlimmern.

Der NHS sagt, dass ein psychischer Notfall so ernst zu nehmen ist wie ein körperlicher (NHS). Mit einem Anruf verschwenden Sie niemandes Zeit.

Was Steady tut

Steady ist ein Atem-Timer für iPhone und iPad. Die App stellt keine Diagnose und behandelt keine Panikattacken und keine Panikstörung. Der NHS sagt, dass seine Atemübung am meisten bringt, wenn Sie sie regelmäßig als Teil Ihres Alltags machen. Steady gibt Ihnen einen Timer für diese Übung an ruhigen Tagen.

Manche Funktionen brauchen Steady Pro. Während einer Attacke kommen die Schritte des NHS zuerst. Wenn Sie nicht sicher sind, ob es eine Panikattacke ist, wählen Sie 112, bevor Sie eine App öffnen.

Dieser Ratgeber gibt allgemeine Informationen und ist keine medizinische Beratung. Sprechen Sie mit einer Ärztin oder einem Arzt über Ihre Beschwerden.

Quellen

  1. Panic disorder. NHS.
  2. Breathing exercises for stress. NHS.
  3. Heart attack. NHS.
  4. Where to get urgent help for mental health. NHS.
  5. Panic Attacks & Panic Disorder: Causes, Symptoms & Treatment. Cleveland Clinic.
  6. Heart Attack. MedlinePlus, U.S. National Library of Medicine.
  7. Panic Disorder: When Fear Overwhelms. National Institute of Mental Health (NIMH).
  8. Panikstörung. Gesundheitsinformation.de (IQWiG).
  9. Herzinfarkt. gesund.bund.de, Bundesministerium für Gesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert eine Panikattacke?

Gesundheitsinformation.de gibt in der Regel 10 bis 20 Minuten an. Der NHS sagt, dass die meisten Panikattacken 5 bis 20 Minuten dauern und manche bis zu einer Stunde.

Ist eine Panikattacke gefährlich?

Der NHS sagt, dass Panikattacken beängstigend, aber nicht gefährlich sind und keinen körperlichen Schaden verursachen. Der NHS sagt auch, dass dieselben Beschwerden von anderen Erkrankungen kommen können. Wählen Sie im Zweifel 112.

Wie erkenne ich, ob es eine Panikattacke oder ein Herzinfarkt ist?

Das können Sie allein nicht immer erkennen. Gesundheitsinformation.de sagt, dass eine Panikattacke oft mit einem Herzinfarkt verwechselt wird. Gesund.bund.de sagt, dass Sie bei Schmerzen im Brustbereich immer den Notruf 112 wählen sollen.

Wie kann ich jemandem bei einer Panikattacke helfen?

Die Cleveland Clinic rät, bei der Person zu bleiben, ruhig zu bleiben und zu fragen, was sie braucht. Sprechen Sie in kurzen, einfachen Sätzen. Helfen Sie ihr, langsam zu atmen, und zählen Sie bei jedem Ein- und Ausatmen bis fünf.

Diese Seite enthält allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. Sprechen Sie bei Beschwerden mit einem Arzt.